Tag 4 – Deutsche Schachmeisterschaft der Senioren 2024

12.000 Jahre

Mittlerweile findet dieses Turnier zum zweiten Mal hier in Bad Wildungen statt. Der Ort und die Gegend sind unbestritten ganz nett, aber nicht gerade ein Traumziel, das uns jedes Jahr auf ein Neues überrascht. Ergo bin ich (und auch Torsten) froh, daß nächstes Jahr die Location wechselt; es geht nach Bad Neuenahr. Dorthin sollte es eigentlich 2022 schon gehen, aber die Ahrtal-Flut spülte diesen Plan sozusagen über Nacht den Fluß hinab.

Jetzt aber mal zu der geheimnisvollen Zahl in der Überschrift: auch und gerade beim Schachspiel bringt Erfahrung Punkte. Und so kam es, das sich bei einem Abendessen Torsten die Frage stellte, wie viele Jahre Schacherfahrung alle Teilnehmer bei diesem Turnier so zusammenbringen. Ein kurzer Überschlag ergab, dass sich locker mehr als 12.000 Jahre Erfahrung in einem Saal versammeln. Diese Zahl ist allerdings nichts gegenüber den Zahlen in der Reiskornlegende, dort wären auf dem 15. Feld bereits 16.384 Reiskörner gestapelt (müsste ein ziemlich großes Schachbrett sein…).

Aber zurück zu den 64 Feldern im Turnierschach. Torstens Eröffnungszüge heute waren eher eine Kampfansage an seinen Gegner, die nach 10 Zügen jedoch nicht die gewünschte Wirkung zeigte – ich hatte meinen Gambitbauern noch nicht zurück und stand dazu noch ein wenig unter Druck. Doch mein geschultes Auge fand danach zum Glück einen Weg, die Partie ausgeglichen zu halten und wir einigten uns dann auf ein friedliches Remis.

Mit nun 2,5 Punkten aus 4 Partien wird es auch morgen natürlich nicht leichter (es spielen ja immer punktgleiche Teilnehmer gegeneinander (Schweizer System)). So ist morgen wieder mal ein Fidemeister mit 2215 ELO „vor meiner Flinte“….

Nach der Partie ging es am Nachmittag nach Kassel, u.a. zum Shoppen und in den Bergpark Wilhelmshöhe (Unecso Weltkultur-Erbe) zu den zwei Schlössern, die wir am Donnerstag oben vom Herkules aus gesehen hatten. Montags geschlossen 🫤, aber beide Gebäude sind auch von außen eindrucksvoll: die Löwenburg, sieht aus wie ein mittelalterliches Märchenschloss, ist aber erst ein bisschen älter als 200 Jahre. Sie wurde als „Lustschloß“ von den Hausherren des Schlosses Wilhelmshöhe gebaut. Im Bergpark gibt es herrliche Wege zum Schlendern.

Und übrigens: Torsten hat die Shoppingwertung auf den letzten Metern gewonnen, mit zwei Westen und einer Fliege (eigentlich lag ich bis dahin fast uneinholbar vorne).

Tag 3 – Deutsche Schachmeisterschaft der Senioren 2024

Kleine Abkühlung gefällig?

Gestern war es sehr warm hier; in der Nacht kam ein wenig Regen und brachte eine leichte Abkühlung. Leider stieg die Klimaanlage heute Nacht aus – kein angenehmes Schlafen.

Gab es heute auch eine Abkühlung für Torsten am Schachbrett? Er hatte diesmal den 2. der Setzliste vor der Nase. Die Wertungszahlen spielen ja laut Torstens Trainerin keine Rolle, man soll sich einfach auf sein Spiel konzentrieren; heute war es immerhin eine Differenz von 316 Punkten (!).

Gegen 13h schaute ich mal im Internet auf die Liveübertragung und meine hausgemachte Schachkenntnis ließ nichts Gutes ahnen. Es hatten sich 2 fiese Springer in Torstens Stellung eingeschmuggelt und seine Bedenkzeit sah auch nicht gut aus. Ich fürchte, da hilft auch die heutige Fliege nicht. Nach dann fast 5 Stunden musste Torsten die Segel streichen (die heutige Fliege kommt dann erstmal nicht mehr zum Einsatz).

Zur Entspannung schlenderten wir ein wenig durch Europas größten Kurpark zu einem Café in dem kleinen aber feinen historischen Ortskern von Bad Wildungen und genossen einen leckeren 🎂.

Auch der morgige Gegner ist keine Laufkundschaft (2156 vs. 1967), aber Torsten ist motiviert.

Tag 2 – Deutsche Schachmeisterschaft der Senioren 2024

Den ersten Punkt hat Torsten gestern eingefahren – gegen die Letzte der Setzliste nicht so überraschend. Damit wird er nicht wieder zum Remis-König.

Mein Erfolg beim Shoppen hingegen war übersichtlich; ein Short als „Schnapp“ für 3 € bei Woolworth . Bei den Bademoden war nix zu machen. Geringe Auswahl gepaart mit zum Teil fragwürdigem Design. Also wird das hoteleigene Schwimmbad nicht genutzt.

Da gäbe es noch einen Nachtrag zu dem Thema, was ich eigentlich mitnehmen wollte. Zu dem Standard‐Inhalt meiner Handtasche gehört zu dieser Jahreszeit ein kleines Sprayfläschchen, welches – mit Wasser gefüllt – meine Waffe gegen lästige Wespen ist. Die Viecher denken dann, es regnet und verziehen sich flugs in Richtung Nest. Blöd, das Fläschchen sitzt gemütlich in einer anderen Handtasche zuhause. Gestern musste ich in einem Café unter Protest den Rest meines leckeren Zwetschgenkuchens den gelb-schwarzen Biestern überlassen – gegen 10 Wespen hatte ich keine Chance.

Mein Frühstückserlebnis von heute, wie häufig noch im Halbschlaf: ich wollte mir einen Löffel Erdbeermarmelade in eines dieser hotel-typischen essbaren kleinen Gefäße abfüllen und hatte aus Versehen die Portion mit tierischen Proteinen angereichert – in Form einer Wespe, die unverhofft von ihrer Nahrungsquelle weggerissen wurde.

Torsten hatte heute einen 2100ter am Brett, also keine leichte Kost. Während er sich am Brett anstrengen musste, vertiefte ich mich auf einer gemütlichen Liege in einen Krimi. Irgendwann gegen 13h30 tauchte Torsten – heute mit der Federfliege (siehe oben) – an meiner Liege auf. Aus seinem Gesichtsausdruck ließ sich nicht erkennen, wie die Partie gelaufen war… Pokerface. Also sagte ich ganz einfach nichts, um ihn zu einer Aussage zu bringen… Mit Erfolg. Er hat wieder gewonnen, und zwar mit einer Springergabel als Lockmittel, die sein Gegner annahm. Das hätte er aber lieber bleiben lassen sollen, da Torsten ihn danach in ein gefährliches Matt-Netz führte in dem sich sein Gegner auch prompt verstrickte.

Jetzt wird es morgen erneut einen sehr starken Gegner geben, aus dem Kreis derjenigen, die auch bereits 2 Punkte aus 2 Partien erzielt haben.

Die ersten12 Bretter werden täglich live übertrage (Link: https://lichess.org/broadcast/36th-german-senior-championship-2024–50/round-2/s4aASM2K#boards ).

Man wächst mit seinen Aufgaben…

Tag 1 – Deutsche Schachmeisterschaft der Senioren 2024

Das Ziel ist gesetzt  

Beim gestrigen Abendessen stellte ich Torsten die übliche vor-dem-Turnier-Frage: „Wie viel Punkte möchtest Du denn am Ende auf dem Konto haben?“ Letztes Jahr waren es 4,5 aus 9, mit 9mal Remis. Den Titel „Remis-König“ möchte er diesmal nicht und antwortete nach kurzem Nachdenken und sehr überzeugt „5,5 Punkte“. OK, das ist doch mal ’ne Ansage. In der Setzliste vor dem Beginn des Turniers befand Torsten sich auf Position 35 von 73, also noch knapp in der oberen Hälfte und damit sollte die erste Runde machbar sein.

Zu meiner ersten Partie: In der Anfangsrunde solcher Turniere spielt immer ein David gegen einen Goliath – der in diesem Fall ich war. Die Partie begann mit einer ungewöhnlichen Behandlung meiner Gegnerin und ich schaffte es, bereits nach 10 Zügen leicht besser zu stehen. Gerade als es spannend wurde erhielt ich ein Remisangebot. das ich relativ schnell ablehnte, da ich ein Läuferopfer mit Königsangriff geplant hatte und dieses nur noch genau durchrechnen wollte. Leider kam nur ein Dauerschach heraus, aber ich hatte immer noch ausgezeichnetes Spiel mit vielen taktischen Möglichkeiten.

Dann passierte es: ein schwerer Fehler meiner Gegnerin brachte mir fast 1 Dame Vorteil und somit war die Partie gelaufen. Sie spielte noch fast 20 Züge tapfer weiter aber natürlich chancenlos und schließlich streckte sie im 32. Zug die Waffen – der erste Punkte ist erzielt.

Petra war mit Ihrer Reisevorbereitung nicht ganz zufrieden…und somit hat sie das Schlusswort: Irgendwie scheine ich in einer meiner Paradekategorie, dem Kofferpacken, über die Jahre einige Defizite zu entwickeln und daher musste ich mich heute auf Jagd nach einem Badeanzug/Bikini und einem luftigen Short machen. Keine einfache Aufgabe, sind doch die Shopping-Möglichkeiten vor Ort ziemlich dünn. Mit solchen Aktionen bzw. Notkäufen läßt sich ein Kleiderschrank über die Zeit veritabel aber unnötig befüllen … Vielleicht stelle ich mir auf die alten Tage doch noch eine Reise-Checkliste zusammen. Zum diesem Thema und den erzielten Erfolgen morgen mehr.

Elisabeth Pähtz Simultan in Wedel (50 Jahre)

Vor kurzem erhielt der Elmshorner Schachclub eine Einladung zum 50 jährigen Bestehen des Wedeler Schachclubs. Im Zuge des Feierlichkeiten fand ein Simultanspiel der GM Elisabeth Pähtz gegen 21 geladene Gäste statt.

Der ESC reiste mit 3 Spielern an (Uwe Korella, Uwe Bräuß und Torsten Noldt). Zu Beginn hielten wir uns tapfer und machten es der GM Pähtz nicht leicht. Torsten schaffte sogar ein Remis nach 3 Strunden und die beiden Uwe´s hielten sogar noch länger durch. Ihre Partie dauerte noch an, bis nur noch 4 Spieler übrig waren. Leider konnten sie eine Aufgabe der Partie dann doch nicht vermeiden.

Es hat uns viel Spaß gemacht und Torsten hat mit dem Vorsitzenden des Wedeler Schachclubs einen wiederkehrenden Freundschaftskampf zwischen beiden Vereinen mit möglichst vielen Teilnehmern angedacht.

Jugendstadtmeisterschaft am 7.7.: Anmeldestopp! Keine Anmeldung mehr möglich! Wer ohne Anmeldung erscheint, kann nicht mehr mitspielen!!!

Update : Die 212. Anmeldung ist eingegangen !

U6 : Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 07.07.2024 U6

U8: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 2024 U8

U10: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 07.07.2024 U10

U12: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 07.07.2024 U12

U14: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 07.07.2024 U14

U16: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 07.07.2024 U16

U18/U20: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com – EJSM 07.07.2024 U18-U20

ESC-Fernschach-Club auf chessmail.de

Seit einigen Monaten besteht dort der Club Elmshorner SC mit jetzt 5 Mitgliedern – es wurden bereits einige Turniere gespielt. Chessmail unterstützt die automatische Durchführung von Turnieren.

Wendet euch an mich per E-Mail, wenn ihr mit längerer Bedenkzeit (24 h/Zug) Fernschach unverbindlich ausprobieren wollt! Oder gleich bei chessmail.de anmelden, und dann beim ESC mitmachen 🙂

Ralf Schönfeld